Nudeln haben sich für Unterwegs bewährt - geringes Gewicht, hoher Nährwert, einfache Zubereitung. Doch irgendwann hängen die Teigwaren wohl jedem zum Halse raus. Doch bevor man zur Kartoffel o.ä. greift, stelle ich hier hier ein paar Alternativen aus Getreide vor, die den Speiseplan köstlich bereichern können.
Grießschnitten
Grieß ist nicht mehr als grob gemahlenes Getreidekorn. Tatsächlich ist Grieß Grundbestandteil von Nudeln, nichtsdestotrotz schmeckt er deutlich anders. Da Grießbrei auf jeder Verpackung von Grieß zu beschrieben ist, widme ich mich hier einer leicht komplizierteren aber dafür auch köstlicheren Zubereitung. Man nehme:
- 100g Weichweizengrieß
- 250ml Wasser
- 3 EL Milchpulver
- 50ml Wasser
- Volleipulver für ein Ei
- ca. 2 EL Semmelbrösel
- Zucker
- Salz
- Fett zum Backen
Zunächst verrührt man das Milchpulver, Grieß, Zucker, und Salz zusammen mit dem 250ml Wasser in einem Topf und bringt das ganze unter ständigem Umrühren zum simmern. Sofort die Flamme drosseln. Sobald ein zäher Teig entstanden ist, vom Kocher nehmen und leicht auskühlen lassen. (Der Teig wird automatisch fest, also lieber etwas früher vom Feuer nehmen) Inzwischen in einer Tasse das Volleipulver mit dem übrigen Wasser verrühren, kurz ziehen lassen und dann in den Grießteig einrühren. Jetzt die Masse auf einem angefeuchteten Teller fingerdick verstreichen, weiter auskühlen lassen.
Fett in einer Pfanne erhitzen, Grießmasse in 3x10cm Streifen schneiden, in Semmelbröseln wenden und goldbraun Backen.
Die Schnitten können sowohl pur gegessen als auch als Beilage zu süßen und herzhaften Gerichten gereicht werden, je nachdem variiert man auch den Zucker und Salzanteil. So z.B. zu Früchtemuß, Marmelade, Schokosoße aber auch zu Tomatensoße, Bechamelsoße, Bratfond, etc.
Graupenpfanne
Graupen sind im Prinzip nur geschälte Getreidekörner. Bekannt sind sie eher als Suppeneinlage, doch, wer hätte anderes erwartet, sie lassen sich zu noch mehr gebrauchen. Zum Beispiel wie Reis. Outdoorgeeignet sind vor allem feine Perlgraupen - diese haben im Vergleich zu anderen Graupenarten eine akzeptable Kochzeit von etwa zehn Minuten. Um einen Hungrigen zu speisen schaffe man heran:
- 1/2 Tasse Graupen
- 1 Tasse Wasser
- eine Hand voll Rosinen
- 1 kleine Zwiebel
- 150g Geflügelsalami
- 1 TL Geflügelbrühpulver
- 1 TL Zucker
- Chilipulver
- Öl zum Anbraten
Anmerkung: Diese Variante benötigt nur eine Pfanne, das Resultat ist dafür eher klebrig. Wer ein lockereres Gericht wünscht sollte die Graupen in einem extra Topf kochen und abgießen, damit die austretende Stärke entfernt wird.
Die Zwiebel würfeln, mit reichlich Öl in einer Pfanne anbraten. Mit dem Zucker bestreuen, kurz karamellisieren lassen, Graupen und Rosinen zugeben und mit dem Wasser ablöschen, Brühpulver und Chili einrühren. Fünf bis sieben Minuten kochen lassen und regelmäßig umrühren. Inzwischen die Salami in Scheibchen schneiden und zugeben. Nach der Kochzeit sollten die Graupen leicht vergrößert und noch etwas ungebundene Flüssigkeit vorhanden sein. Falls nicht - Wasser nachgießen und nochmals aufkochen. Wenn man die Pfanne abdeckt zieht die Flüssigkeit von alleine in die Graupen. Dies dauert nochmals 5-7 Minuten und das Gericht hat dann auch gleich Esstemperatur.
Noch besser schmeckt das Gericht natürlich, wenn man die Salami durch eine Hühnerbrust ersetzen kann (mit den Zwiebeln anbraten) oder diverse Gemüse mit reinschneidet.
Am sicheren heimischen Herd sind beide Gerichte schon oft hervorragend gelungen. Draußen werde ich sie wohl in den nächsten Wochen erstmals testen, und dann gibts auch ein paar hübsche Bilder. Über Kommentare freue ich mich dennoch. :D