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REVIEW: Topfset Relags Biwak Edelstahl 1

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Preis: Etwa 25,-

Lieferumfang:
- 1 Topf, 1,8l, 235g
- 1 Topf, 1,1l, 171g
- 1 Pfanne, Durchmesser 18cm, 187g
- 1 Griff, 60g
- 1 Packgummi

Töpfe:
Beim Matrial kann man nicht viel falsch machen. Der Edelstahl ist nicht Kaputt zu bekommen, Hobogeeignet, mit Sand auswaschbar. Meines erachtens könnten die Wandstärken nochmal eine Spur dünner sein, so sind sie halt doch etwas schwer.

Pfanne:
Die Pfanne ist auch komplett aus Edelstahl. Für leicht anhaftende Speisen ist sie daher nur bedingt geeignet. Sie einen recht hohen Rand von 4,5cm so dass man gut Schmorgerichte drin zubereiten kann. Sie passt als Deckel auf den großen Topf.

Griff:
Der ist etwas der Schwachpunkt. Man hakt dabei in Angeschweißte Metalllaschen an den Töpfen ein. Durch ihren Plastikschieber ist vorsicht geboten. Gerade bei vollem Topf erscheint mir das System etwas instabil. Ich greife daher lieber auf meine Trangia-Griffzange zurück, die mehr Sicherheit bietet und leichter ist.

Fazit:
Ein Fliegengewicht ist die Sache nicht, aber für einen fairen Preis bekommt man ein Produkt was nicht klein zu kriegen ist. Interessant wäre ob jemand Edelstahltopfsets mit besseren Gewichts/Volumen-Verhältnis kennt.
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Rennweg der Hassberge

So hier endlich mein kleiner aber feiner Bericht über den Rennweg der Hassberge.

Der Rennweg der Hassberge ist ein historischer Höhenweg der sich auf den Hassbergen entlang zieht. Einmal oben gibt es kaum Steigungen, weshalb er sich auch fast besser als Fahrradweg eignet. Die Strecke verläuft zum größten Teil im Wald und meidet Ortschaften. Man kann also ruhigen Gewissens sein Zelt mitnehmen.
Der Weg selbst ist 60 km lang, endet allerdings in Sulzfeld, was eine recht schlechte Verkehrsanbindung hat. Man kann ihn jedoch auch ins Streutal verlängern (+30km) und hat damit eine schöne 3-Tages-Tour. Mit dem Fahrrad ließe sich das ganze binnen eines Tages bewerkstelligen.

Es folgen einige Impressionen:

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Bamberg nach Norden verlassend sieht man am Horizont schon die Hassberge...

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... ist man dort angelangt kann man nach Bamberg zurückschauen (erkennbar am Dom).


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So schön ist der Weg eigentlich nur am Anfang, später verläuft er fast nur noch auf Schotter oder Asphalt.


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Immer wieder kommt man aus dem Wald heraus und findet sich zwischen Wiesen und Feldern...

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... mit zum Teil schönen Ausblicken ...

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... und der Gelegenheit sich eine Kleinigkeit zu kochen.

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Hier nochmal ein Blick zurück auf die Hassberge.


Mein Fazit:
+ Ruhiger, wenig frequentierter Weg
+ Optimale Möglichkeiten zum wild übernachten
+ kaum Steigungen, keine schwierigen Abschnitte
+ optimale Ausschilderung

- Strecke zu 90% Geschottert oder Asphaltiert (langweilig für die Füße)
- Möglichkeiten direkt am Weg Proviant aufzufrischen nicht gegeben, man muss schon kleinere Umwege machen
- Teilweise viele Stechmücken
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Spargelzeit - das heißt man kann unterwegs überall dieses köstliche Gemüse direkt vom Erzeuger erwerben. Der Zubereitungsaufwand hält sich selbst mit einfachster Ausrüstung in Grenzen. Zum Beispiel ist eine leckere aber schnelle Art diesen zuzubereiten in Form eines:

Linseneintopf mit Spargel


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Man braucht pro Nase:
  • Spargel, 400-500g
  • 75g rote Linsen
  • eine Zwiebel
  • 1EL Olivenöl
  • 1 TL Brühpulver
  • 1/2 l Wasser
Der Spargel wird zunächst geschält (
OT: Gibts eigentlich Schweizer Messer mit Spargelschäler dran?
) und in 2-3cm lange Stücke geschnitten. Die Zwiebel verliert auch ihre Haut und wird je nach gusto grob oder fein zerhackt. Das Gemüse 3 min im Olivenöl anbraten, Linsen und Brühpulver dazu und mit zunächst 1/4l Wasser aufgießen. Das ganze 3-4 min abgedeckt dünsten lassen, nicht zu lange, sonst backen die Linsen unten an. Dann das restliche Wasser zugeben und nochmal 5-6 min kochen lassen, dabei das Umrühren nicht vergessen. Mit diesen Zeitangaben sollte das Gemüse durch aber bißfest und die Flüssigkeit sämig bei noch erkennbaren Linsen sein. Wers knackiger oder die Linsen komplett zerflossen möchte kann etwas mit den Zeitangaben experimentieren.

Der Clou am Rezept ist, dass man rote Linsen verwendet - diese haben im Gegensatz zu Tellerlinsen eine extrem kurze Kochzeit von <10 min. Wers nochmal schneller braucht kann die Linsen vorher zerstoßen, bzw. dann auch den Spargel feiner schneiden.
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Nein wir sind nicht bei RTL. Aber dennoch sind Hitlisten in Mode. Fangen wir an.


Platz 3: http://en.wikipedia....pher_McCandless
Ja wie? Ganz recht, in Amerika definiert sich ein Hobo vorwiegend dadurch, dass er in offenen Güterwaggons reist. Und wer erinnert sich nicht an die Szene aus dem Film "Into the wild" in der Protagonist aus selbigen herausgeschmissen wird. Daher Platz 3, weil er das moderne herumvagabundieren auf die Kinoleinwand gebracht hat.


Platz 2: Hobo 1-4
http://armorgames.com/play/2529/hobo
Sein wir ehrlich - Fäkalhumor ist nicht jedermanns Sache - aber wer noch nicht beim googlen nach Hobo auf dieses Spiel gestoßen ist... Man kann schon Stunden davor verbringen. Besonders faszinierend finde ich die Steigerungsformen von Angriffskombinationen in den nachfolgenden Teilen.


Platz 1:Riesenhobo
Kein Feuer? Aber ja doch. Für den ambitionierten Outdoor-Pyromanen habe ich noch dieses Teil aufgelistet. Angenehmerweise reduziert sich hier das zerkleinern von Holz etwas, im Gegensatz zu handelsüblichen Standardgrößen. Die ehemalige Waschmaschinentrommel wiegt auch nur wenige Kilo, rostet dafür aber quasi nicht und in ihr lässt sich Brennmatrial für ne knappe halbe Stunde transportieren.
[IMG]http://forum.odoo.tv/members/boerger-albums-meine-ausruestung-picture4264-riesenhobo-oder-ne-waschmaschinentrommel-fuer-den-nuechternen-betrachter.jpg[/IMG]

Ich hoffe euch hat meine kleine Hitliste gefallen... :embarrest:
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Topfhaken - nach Ray Mears

Schaut ihr euch nicht auch gerne Ray Mears an? Ich finde es einfach toll wenn er sein Buschhandwerk zeigt und im nu eindrucksvolle Ergebnisse hat. Insbesondere hat mich der Bau von Kochstellen am offenen Feuer interessiert. Von sekundenschnell improvisierten Lösungen bis zur ausgefeilten Großküche, für harten und weichen Untergrund, für große und kleine Töpfe präsentiert er raffinierte Lösungen um Töpfe variabel in der Höhe übers Feuer zu hängen. Ganz besonders hat es mir ein zerlegbarer Topfhaken angetan, der ausschließlich aus Holz besteht und gänzlich ohne Schrauben, Leim oder Schnur auskommt, aber doch sehr stabil ist.

Kurzanleitung:
Sucht euch zwei Fingerdicke Astgabeln, die ihr zu Haken schneidet. Dicke und Länge obliegt ganz euch. Aber sie sollten in etwa gleich dick und lang sein sowie ziemlich gerade. Das ganze muss jetzt in zwei Richtungen verkeilt werden. Längs passiert dies, indem ihr die Haken etwa bis zur Hälfte abflacht und die Enden in Keilform schnitzt, die exakt in den unterhöhlten Ansatz der Abflachung des anderen Hakens reinpasst. Das funktioniert aber nur wenn die exakt die gleiche Länge haben.
Nun müsst ihr noch quer verkeilen. Das macht ihr, indem ihr aus beiden Haken auf dem Abgeflachungen ein paar mm herausarbeitet. Das ganze muss sich aber exakt gegenüberliegen. Nur so passt ein genau gearbeiteter Holzkeil hinein, der das ganze auseinanderdrückt und so die Stabilität bringt.
Nix verstanden? Hier kommen Fotos, und wenn die nichts bringen hilft euch das Video weiter, denn Meister Mears kanns natürlich besser erklären als ich:
YouTube - Ray Mears / Multiple Pots hard ground Part 1/2
YouTube - Ray Mears / Multiple Pots hard ground Part 2/2

[IMG]http://forum.odoo.tv/members/boerger-albums-bauanleitungen-picture4262-nen-kasten-bier-haelt-der-topfhaken-locker-aus.jpg[/IMG]
Auch wenn ich nie Bier erhitzen würde, ihr seht, hier hält das Teil auch ordentlich was aus.
[IMG]http://forum.odoo.tv/members/boerger-albums-bauanleitungen-picture4263-auseinandergebauter-topfhaken.jpg[/IMG]

Viel Spaß beim nachbauen. ^^
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Dieses mal will ich mich einer weiteren, sehr flexiblen Outdoorspeise widmen: dem Bratling. Bratlinge sind zumeist vegetarische Küchla (Küchlein/ Klopse/ Klöße/ Brocken ...) aus Zerealien und Gemüse die in der Pfanne gebraten werden. Der Vorteil ist, dass sich das gesamte Gericht trocken in der Tüte aufbewahren lässt und schnell zuzubereiten ist. Solche fertigen Mischungen gibt es im Supermarkt. Eine Eigenmischung ist aber nicht nur günstiger, sondern lässt auch bei der Zubereitung den Geschmäckern viel Spielraum, dass es auch Nichtvegetariern schmeckt.

Zubereitung:
Die anteiligen Grundbestandteile sind:
  • 2/3 Zerealien (Getreide)
  • 1/3 Gemüse
  • Gewürze

Man übergießt die Zutaten mit kochendem Wasser, rührt kurz durch und lässt sie wenige Minuten quellen. Theoretisch lässt sich der entstandene Brei schon jetzt essen, ansehnlich ist er aber nicht. ;-) . Für Bratlinge formt man noch kleine Küchlein und brät sie in einer Pfanne mit Öl knusprig braun.

Zerealien
Das Getreide ist der Grundbestandteil. Damit die Masse ohne Eier zusammenhält, sollte immer auch etwas fein gemahlenes zugegeben werden, d.h. Mehl. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt, daher ist die folgende Liste nur ein Anhaltspunkt:
  • Hafer-/Dinkel-/Roggen-/Weizen-Flocken
  • Grieß
  • Cornflakes
  • Brotwürfel/ Paniermehl
  • Hirse
  • Cuscus
  • Mehl
  • ...


Die benötigte Wassermenge und die Quellzeit unterscheiden sich je nach Zutaten enorm und bedürfen etwas herumexperimentieren. Richtwert bei der Wassermenge ist etwa 125ml auf 100g Zerealien. Bei der Quellzeit gilt: je unverarbeiteter und gröber die Zutaten, desto länger quellen lassen. 7-8 Minuten reichen in der Regel aus, mit 15 Minuten ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Fertig gequollener Teig sollte überhaupt nicht mehr fließen und in der Schüssel bleiben wenn man sie umdreht (noch besser: sauber in einem festen Stück herausfallen).

Gemüse
Das Gemüse wird in getrockneter Form den Zerealien beigegeben. Damit es auch gut aufweicht sollte es fein geschnitten sein, also je nach Gemüseart eine Dicke von ungefähr 0,5cm nicht überschreiten. Trockengemüse lässt sich teils einfach im Supermarkt kaufen (z.B. Tomaten, Pilze), Teils muss man schon in den Fachhandel. Ich empfehle daher selbst zu trocknen. Wer kein Dorrgerät hat, breitet das feingeschnittene Dörrgut auf Backblechen mit Zeitungspapier aus und lässt es entweder an einem warmen und luftigen Ort oder im Backofen bei 50°C und Umluft (Tür einen Spalt offen lassen damit die Feuchtigkeit entweicht) trocknen. Trocknen lassen sich fast alle Gemüsesorten.

  • Tomaten
  • Karotten
  • Zucchini
  • Pilze
  • Lauch
  • Sellerie
  • Zwiebel
  • Brokkoli
  • ...


Das Gemüse braucht deutlich weniger Wasser als die Cerealien aber länger um aufzuquellen. 2/3 des Trockengewichts an Wasser sollten genügen.
Selbstverständlich kann man auch frisches Gemüse verwenden. Dann solltet ihr aber bei den Zerealien 10-20% weniger Wasser zugeben, weil das erhitzte Gemüse Wasser abgibt.

Gewürze:
Gewürze und insbesondere Salz sollte man nur dann schon vorher zugeben, wenn man die Sache wirklich luftdicht verschließt. Sonst entweichen die Aromen, oder das Salz zieht Wasser. Natürlich kann man hier auch Brühpulver oder fertige Gewürzmischungen nehmen. Je mehr Gemüse drin ist, umso weniger Gewürze sind im Allgemeinen notwendig.


Tipps:
  • Schwenkbacken falls die Hitze zu groß ist :p
  • Die beschichtete Pfanne ist bei suboptimaler Teigkonsistenz klar im Vorteil.
  • Beim Formen nicht zu stark kneten, sonst werden die Küchlein klebrig.
  • Lieber zu wenig Wasser als zuviel zugeben. zerbröselte Bratlinge lassen sich besser Braten als flüssige.
  • Niemand verbietet in der Gemüsesektion etwas Trockenfleisch oder Trockenobst unterzumischen.
  • Anstatt Zerealien kann man auch Hülsenfrüchte verwenden, also Linsen, Bohnen oder Soja (guckst du hier)




Erprobte Rezepte:
OT: Hätte ich nur meinen Fotoapperat dabei gehabt...


Chili-Bratlinge

  • 70g Cornflakes
  • 20g Paniermehl
  • 10g Kartoffelmehl (geht auch Instant-Kartoffelbreipulver)
  • 20g getr. Tomate
  • 10g getr. Zwiebel
  • 10g getr. Lauch
  • 10g getr. Karotten
  • Salz
  • 1EL Tomatenpulver
  • Chilipulver, nicht zu knapp


Benötigt etwa 125ml Wasser und 5 Minuten Quellzeit.


Apfelbratlinge

  • 80g Weißbrotwürfel
  • 20g Weizengrieß
  • 50g Dörräpfel
  • Zucker
  • Zimt
  • 1 EL Milchpulver


Benötigt etwa 100ml Wasser und 10 Minuten Quellzeit. Während dem Quellen umrühren, da sich die Flüssigkeit sonst in den Weißbrotwürfeln ungleichmäßig verteilt.
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Im Forum wurde die Zeckenschlinge bereits ausgiebig diskutiert und oft empfohlen. Doch was macht man nun wenn man zur Apotheke geht und sie dort kein solches Gerät verkaufen?

Die Idee, welche mir kam ist nicht nur billiger als das zu kaufende Gerät sondern auch um ein vielfaches leichter.:lol: Die Lösung: in eine Angelschnur (< 0,4) wird eine Henkersschlinge geknotet. Die Schlinge bekommt dabei etwa zehn Umrundungen am Schaft, damit man dort schön anfassen kann. Um die Zecke wird mit Daumen und Zeigefinger am Schaft die Schlinge gelegt. Die Schnur ist ein paarmal um den kleinen Finger gewickelt, sodass sich die Schlinge zuzieht, sobald man ihn zurückzieht. Die Zecke sollte sich nun einfach herausziehen lassen. Danach gibt man ihr eine Giftspritze oder erschießt sie, da sie gegen Erhängen wahrscheinlich immun ist.
Hier mal ein Bild mit dickerer Schnur zur Veranschaulichung:
[IMG]http://forum.odoo.tv/members/boerger-albums-bauanleitungen-picture3897-improvisierte-zeckenschlinge.jpg[/IMG]

Jetzt müsste sich nurnoch jemand finden, der das mal ausprobiert sobald er eine zu Gast hat. Mit Absicht fang ich mir keine Zecken ein... :cry:
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Weg von der Nudel

Nudeln haben sich für Unterwegs bewährt - geringes Gewicht, hoher Nährwert, einfache Zubereitung. Doch irgendwann hängen die Teigwaren wohl jedem zum Halse raus. Doch bevor man zur Kartoffel o.ä. greift, stelle ich hier hier ein paar Alternativen aus Getreide vor, die den Speiseplan köstlich bereichern können.


Grießschnitten

Grieß ist nicht mehr als grob gemahlenes Getreidekorn. Tatsächlich ist Grieß Grundbestandteil von Nudeln, nichtsdestotrotz schmeckt er deutlich anders. Da Grießbrei auf jeder Verpackung von Grieß zu beschrieben ist, widme ich mich hier einer leicht komplizierteren aber dafür auch köstlicheren Zubereitung. Man nehme:

  • 100g Weichweizengrieß
  • 250ml Wasser
  • 3 EL Milchpulver
  • 50ml Wasser
  • Volleipulver für ein Ei
  • ca. 2 EL Semmelbrösel
  • Zucker
  • Salz
  • Fett zum Backen


Zunächst verrührt man das Milchpulver, Grieß, Zucker, und Salz zusammen mit dem 250ml Wasser in einem Topf und bringt das ganze unter ständigem Umrühren zum simmern. Sofort die Flamme drosseln. Sobald ein zäher Teig entstanden ist, vom Kocher nehmen und leicht auskühlen lassen. (Der Teig wird automatisch fest, also lieber etwas früher vom Feuer nehmen) Inzwischen in einer Tasse das Volleipulver mit dem übrigen Wasser verrühren, kurz ziehen lassen und dann in den Grießteig einrühren. Jetzt die Masse auf einem angefeuchteten Teller fingerdick verstreichen, weiter auskühlen lassen.
Fett in einer Pfanne erhitzen, Grießmasse in 3x10cm Streifen schneiden, in Semmelbröseln wenden und goldbraun Backen.

Die Schnitten können sowohl pur gegessen als auch als Beilage zu süßen und herzhaften Gerichten gereicht werden, je nachdem variiert man auch den Zucker und Salzanteil. So z.B. zu Früchtemuß, Marmelade, Schokosoße aber auch zu Tomatensoße, Bechamelsoße, Bratfond, etc.


Graupenpfanne
Graupen sind im Prinzip nur geschälte Getreidekörner. Bekannt sind sie eher als Suppeneinlage, doch, wer hätte anderes erwartet, sie lassen sich zu noch mehr gebrauchen. Zum Beispiel wie Reis. Outdoorgeeignet sind vor allem feine Perlgraupen - diese haben im Vergleich zu anderen Graupenarten eine akzeptable Kochzeit von etwa zehn Minuten. Um einen Hungrigen zu speisen schaffe man heran:

  • 1/2 Tasse Graupen
  • 1 Tasse Wasser
  • eine Hand voll Rosinen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 150g Geflügelsalami
  • 1 TL Geflügelbrühpulver
  • 1 TL Zucker
  • Chilipulver
  • Öl zum Anbraten


Anmerkung: Diese Variante benötigt nur eine Pfanne, das Resultat ist dafür eher klebrig. Wer ein lockereres Gericht wünscht sollte die Graupen in einem extra Topf kochen und abgießen, damit die austretende Stärke entfernt wird.

Die Zwiebel würfeln, mit reichlich Öl in einer Pfanne anbraten. Mit dem Zucker bestreuen, kurz karamellisieren lassen, Graupen und Rosinen zugeben und mit dem Wasser ablöschen, Brühpulver und Chili einrühren. Fünf bis sieben Minuten kochen lassen und regelmäßig umrühren. Inzwischen die Salami in Scheibchen schneiden und zugeben. Nach der Kochzeit sollten die Graupen leicht vergrößert und noch etwas ungebundene Flüssigkeit vorhanden sein. Falls nicht - Wasser nachgießen und nochmals aufkochen. Wenn man die Pfanne abdeckt zieht die Flüssigkeit von alleine in die Graupen. Dies dauert nochmals 5-7 Minuten und das Gericht hat dann auch gleich Esstemperatur.
Noch besser schmeckt das Gericht natürlich, wenn man die Salami durch eine Hühnerbrust ersetzen kann (mit den Zwiebeln anbraten) oder diverse Gemüse mit reinschneidet.


Am sicheren heimischen Herd sind beide Gerichte schon oft hervorragend gelungen. Draußen werde ich sie wohl in den nächsten Wochen erstmals testen, und dann gibts auch ein paar hübsche Bilder. Über Kommentare freue ich mich dennoch. :D
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Da draußen ohnehin zu wenig gekocht wird, möchte ich meinen Blog eben mit zwei Rezepten für draußen einweihen. Für die ambitionierten Outdoor-Lafers, -Lichters und Schubecks mag wenig neues dabei sein - dennoch würde ich mich über ein paar Kommentare freuen.

Gekocht wurde die Suppe auf einer Radtour nördlich von Bamberg, nähe Mönchsee, die Paella hab ich im Innenhof zubereitet. Nach einem verhängnisvollen Wolkenbruch war ich durchnässt bis auf die Haut und hatte unterwegs nicht mehr so die Kochambitionen :angry:. Benutzt hab ich einen Trangia 27-8 UL/HA, welcher tadellos funktioniert hat. Doch nun ans Eingemachte:

Linswurstsuppe:
Wenn sich Erbsensuppe als Fertiggericht herstellen lässt, warum soll das nicht auch mit Linsen gehen? Auf die Blockform verzichtete ich aber, lose lassen sich die Zutaten auch gut transportieren. Man nehme:
  • 1 kleine Zwiebel
  • Fett zum Anbraten
  • Wursteinlage (Mettwurst)
  • 80g fein gemahlene Linsen
  • Brühwürfel oder Pulver
  • 400ml Wasser


Zunächst wird die Zwiebel grob gewürfelt und in einem Topf mit Fett angebraten. Die Wurst (Ich verwende Pfefferbeißer) in Scheibchen schneiden und dazu geben und mit anbraten. Mit Wasser ablöschen und sofort die gemahlenen Linsen einrühren. Kräftig aufkochen lassen, abdecken und für fünf Minuten ziehen lassen. Erst jetzt Brühpulver zugeben und nochmals eine Minute kochen. Eure Suppe sollte jetzt schön sämig sein. Gegebenenfalls ist eine längere Kochzeit notwendig, wenn die Linsen nicht fein genug gemahlen sind.

Mein Linsenpulver habe ich übrigens selbst aus gewöhnlichen Tellerlinsen mit einer Moulinette gemahlen. Alles in allem war das Gericht in unter einer viertel Stunde fertig.


Outdoor-Paella:
Dieses Reisgericht ist besonders passend an kühleren Tagen - seine Schärfe heizt ein. Ihr benötigt
  • 1 kleine Zwiebel
  • Speck oder Wurst
  • Öl zum Anbraten
  • 1/2 Tasse Parboiled Langkornreis
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Zucker
  • 1 randvolle Tasse Wasser
  • Pilze (getrocknet)
  • Brühwürfel oder Pulver ~ für 1/4l Wasser
  • Knoblauch(-granulat)
  • Chilipulver


Die Zwiebel und den Speck/die Wurst würfeln und in einer Pfanne mit reichlich Öl anbraten. Reis hinzugeben und mitrösten. Tomatenmark und Zucker sehr kurz farbig werden lassen, mit Wasser ablöschen bevor es anbrennt. Jetzt die Pilze und das Brühpulver dazugeben, bei geringer Hitze und regelmäßigem umrühren die Flüssigkeit einziehen lassen. Sobald nur noch wenig Flüssigkeit am Boden ist, kann man die Pfanne abdecken (Alufolie) und den Reis fünf Minuten bei gelöschter Flamme ziehen lassen. Am Ende mit Knoblauch und Chilipulver abschmecken.

Gedauert hat das Gericht vielleicht zwanzig Minuten. Zusätzlich hab ich noch eine Gelbe Rübe mit reingeschnibbelt.

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Beide Gerichte sind für eine Person bemessen. Natürlich lassen sie sich noch verfeinern, z.B. durch Zugabe von frischem Gemüse. Im Anhang ein paar Bilder.
 
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