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Odoo.tv Foren: Blog 553 - Odoo.tv Foren

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Einleitung

Wer im Urlaub sparen möchte um von A nach B zu kommen, greift nicht nur auf Billigfluglinien zurück. Wer wie ich vor allem in England, Schottland und Irland unterwegs ist, möchte auch sicher Geld sparen. Als Student achtet man ja bekanntlich auf jeden Cent. Eine Art der günstigen Fortbewegung ist das trampen – oder auch hitchhiking wie es im englischen Sprachraum heißt.

Ich möchte hier meinen Erfahrungen zum besten geben, die ich bei meinen letzten Aufenthalten gesammelt habe. Dies bezieht sich somit auf Großbritanien, Schottland, Nordirland und die Republik Irland.

Wie stelle ich mich an die Straße? Was muss ich beachten?


Grundlagen

Es ist nicht unbedingt ausschlaggebend ob man alleine reist oder zu zweit. So meine Erfahrungen. Als ich das erste mal mit meiner Freundin in Schottland trampte gab sie mir ihre Erfahrungen zum besten. An die Straße stellen und nett aussehen bringt nichts... Oft stand ich da und sie sagte zu mir: „du machst das falsch...“ dabei sah ich doch ganz nett aus (Vielen dank ich hab dich auch lieb). Okay meine Freundin sieht natürlich einfach... :love: Frauen haben jedenfalls höhere Chancen schneller (Betonung liegt auf schneller) mitgenommen zu werden als Männer.

Bevor du überhaupt erst einmal jemanden anhälst solltest du wissen wohin es geht. Mache dir vorher einen Plan. Ich schreibe mir immer größere Orte auf die in meiner gewünschten Fahrtrichtung liegen. Hatte aber auch schon mal es geschafft nur mit „I'd like to go to kerry“ oder so.

Ein offener netter Blick, die Körperhaltung locker und nicht bedrohlich macht den Unterschied. Wenn du an der Straße stehst (in England links, gelle?) nimm deinen Hut oder Mütze ab, damit man dein Gesicht sieht. Achja: ein nettes aber müdes Lächeln wäre beim Stehen an der Straße in der gewünschten Fahrtrichtung auch nicht schlecht.

Kannst du auf einer Straßenseite nicht stehen da es das Gelände nicht zulässt, laufe weiter. Es bringt nichts wenn du mitten in den Highlands an einem Viewpoint stehst aber auf der falschen Straßenseite. Hier kannst du übrigens auch Leute direkt ansprechen (Deutsche oder andere Süd-Urlauber nehmen einen seltenst mit).

Zurück zu dir - wie du an der Straße stehst.... Das wichtigste hatten wir ja noch gar nicht: der Daumen! Nicht der grüne Daumen... Die Hand sollte ausgestreckt (aber nicht ganz durchgestreckt) in Fahrtrichtung zeigen. Schilder brauchst du nicht. Dies ist die langläufig und verbreitete Meinung. Selbst ein kleiner Trip bringt dich weiter ans Ziel.

Zeige dem Fahrer (wenn du immer noch an der Straße stehst) dein Gepäck. So können sie einschätzen ob für dich/ euch noch Platz ist.

Wir hatten 2008 von zwei Schweizern mitgenommen – die übrigens kein Wort Deutsch mit uns sprachen – aber in ihren viel zu kleinen Mietwagen für uns nochmal das Gepäck gestaucht hatten und uns die halbe Strecke von Isle of Skye nach fort William mitnahmen. Hinter Fort William dann nahmen uns zwei Belgier mit die ihren Kombi für uns umbauten und ihr Chaos von den Rücksitzen in den Kofferraum verlagerten. Also es geht!

Nochmal zur Wiederholung: In England sagt man „hitchhiking“ und nicht „trampen“. Das kennen die nicht.



Reisen zu zweit

Zu zweit dürfte eigentlich kein Problem werden. Viele Privatpersonen fahren über lange Strecken zu ihrem Arbeitsplatz oder zum Einkaufen in die nächste große Stadt. Da findet sich meist immer jemand.
Werden es mehr Personen schreckt das meist ab. Wurde aber auch schon mal zusammen mit zwei anderen Trampern mitgenommen.


Wo stelle ich mich hin?

Das mit der Straßenseite wäre ja geklärt :D Am besten an eine Stelle wo die Leute nicht mit 100 Sachen an dir vorbeibrettern. Hinter einer Kurve, in einem verkehrsberuhigtem Bereich – sprich 70er- Zone (dort drüben nich kmh sondern mph – und auch nich 70!).

Mit den Autobahnen, bzw. Motorways ist das so ne Sache: Habe immer wieder gelesen man soll auf Raststätten sich absetzen lassen. Nun, sowas gibt es da drüben seeeeeehr selten. Mehr so diese „Autohöfe“ Ich habe mich auch schon einmal an einer Autobahnabfahrt absetzen lassen und bin dann vorsichtig (!!!!) hinter den Beschleunigungsstreifen der Autobahnauffahrt gelaufen. Es hat geklappt, sollte aber nur im Notfall so passieren. Besser ist es runter von der Autobahn und dann an der Zufahrtsstraße zu stehen.

Seit ihr in einer größeren Stadt wie beispielsweise Glasgow, Edinburgh, Bristol oder so... fahrt mit dem Bus oder der Bahn raus. Es ist dort leichter einen „lift“ zu finden. Bei kleineren Städten besorgt euch einfach eine Karte in der Tourist Informationen und fragt nach der Länge des Fußweges bis zur Stadtgrenze. Dort könnt ihr übrigens auch gleich nach den nächsten größeren Orten fragen.


Wie lange muss ich denn hier noch stehen?

Tjoa... keine Ahnung... Ist echt unterschiedlich wo man gerade ist, welche Tageszeit, welcher Wochentag, ob Ferien sind oder, oder, oder...

Ich habe auch schon öfter eine ¾ h gewartet. Aber meist auch nicht länger. Wenn ihr länger warten müsst weil alle Autos an euch vorbeifahren, dann macht ihr was falsch. Entweder steht ihr in einer Einbahnstraße, alles Leute flüchten, oder ihr steht einfach ungünstig... Meist ist es letzteres.

Als ich mal länger als eine Stunde stand, kam ich mit einem netten Schotten - der in die andere Richtung wollte – ins Gespräch. Ich erzählte ihm dass ich schon eine Stunde warte. Er meinte dass es besser wäre wenn ich mich 200 m weiter unten hin stellen würde und drückt mir einen Schokoriegel und einen Energydrink in die Hand.


Sicherheit

Bevor ich auf das Thema Frauen zu sprechen komme, behandle ich erst einmal noch die weiteren Regeln, die man beachten sollte.

Achtet vor allen Dingen immer auf eure eigene Sicherheit. Dies fängt schon mit dem Aussuchen der Stelle an, wo ihr Stehen wollt. Diese sollte übersichtlich sein und dem Fahrer auch eine Möglichkeit zum links ranfahren bieten.

Das Wetter spielt dabei auch eine gewisse Rolle. Von Vorteil sind da etwas hellere Kleidungsstücke oder ein gut sichtbarer Regenschutz für den Rucksack bei grauer Wolkendecke.

Wenn ihr dem Fahrer gegenüber steht, schaut ihn euch an, verlasst euch auf euer Menschengefühl und fragt ob er in die und die Richtung fährt. Habt ihr ein ungutes Gefühl bei dem Menschen lasst es...

Zu jeder Tageszeit sollte man nicht reisen. Es empfiehlt sich für Mann und Frau den spätesten Lift 4 Stunden vor Sonnenuntergang zu suchen. Dies hat zum einen den Sicherheitsaspekt, zum anderen gibt es dir die Möglichkeit nach einer Unterkunft Ausschau zu halten. Bist du mit einem Freund/ Freundin unterwegs, könnt ihr auch über den Sonnenuntergang hinaus unterwegs sein. Würde aber selber nur dazu raten wenn ihr dem Fahrer vertraut.

Wenn es geht nehmt Pfefferspray mit. Dies sollte aber jedoch nur im Notfall eingesetzt werden und auch nur wenn das Fahrzeug steht. Dann muss es aber auch griffbereit in eurer Nähe sein (z.B. Beintasche der Treckinghose)

Will ein Fahrer Geld für den Transport haben, steigt gar nicht erst ein oder sofort wieder aus! Mir ist das bisher nicht passiert aber ich hatte einen Bericht gelesen.

Fühlt ihr euch unwohl oder bedrängt sagt freundlich aber bestimmt dass er/sie links ranfahren soll. Egal wo!


Frauen und Trampen bzw. hitchhiking

Ich habe selber nur eine Frau kennen gelernt die hitchhiking gemacht hat. Sie hatte gute Erfahrungen mit den Fahrern gemacht, hatte aber auch das Flüssiggewürz mit. Ich selber würde Frauen abraten alleine zu trampen. Dies ist aber nur meine persönliche Meinung
Mit einer Freundin an deiner Seite ist dies weniger ein Problem. Achtet aber bitte dennoch auf eure Sicherheit.


Weitere Tipps

Sei einfach flexibel. Wenn du heute nicht ankommst, dann morgen. Wenn du nicht da ankommst wo du wolltest sondern in der Nachbarstadt... egal! Viele Wege bringen dich zum Ziel.

Fahrer sind meist sehr neugierig. Sie erwarten quasi deine aufregenden Geschichten zu hören, wo du überall schon gewesen bist, was dir besonders an dem Land gefällt. Du mutierst quasi zum Geschichtenerzähler. Es gibt für manche Fahrer nichts aufregenderes als den Worten eines freien Menschen zu lauschen. Wo geht dein Weg noch hin? Erzähl es ihm!


Abschlussworte

Ich persönlich habe keine schlechten Erfahrungen mit Fahrern gemacht. Im Gegenteil. Meine Freundin und ich haben sehr viele nette Menschen kennen gelernt. Manche lernt man nur ein bisschen kennen, manche besser. Und manche trifft man wieder....

Angst hatte ich keine. Sicher war ich mir anfangs unsicher. Aber ich hatte ja meine Freundin die mein Händchen gehalten hat :D von daher fiel es auch net so schwer als ich alleine auf Tour ging. Immer ran an den Speck. Man lernt viele interessante Menschen kennen und manchmal wird man auch eingeladen auf deren Grundstück zu nächtigen.



Weiterführende Links:
Auf der folgenden Seite findest du noch ein paar allgemeine Tipps zum Trampen die meine Tipps rund ums tramoen erweitern. Auf der Seite findet ihr noch Tipps zum trampen in Deutschland, in verschiedenen deutschen Städten.
Goldene Regeln frs Trampen von Veit Khne - Tramper Tips und Tricks und Fragen
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Einleitung

Wieder einmal werde ich im Sommer meine Lieblingsinsel besuchen. Leider musste der Sommerurlaub auf der "grünen Insel" letztes Jahr ins Wasser fallen, da es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich war (alle die auch arbeiten mussten können mitfühlen :wondering:)

[IMG]http://forum.odoo.tv/members/amadeijn-albums-irland-2009-picture3069-blick-die-gruene-landschaft-irlands.jpg[/IMG]

Nun stellte sich mir die Frage: "Hannes was willst du da eigentlich?" Sicher nicht nur Urlaub machen und faul in der Sonne liegen... Moment mal... Irland und Sonne?! Ja, Sonne! Es gibt auch Sonne dort :D

Ich wollte wieder einmal wandern gehen und dabei mir Zeit nehmen die Landschaft noch besser kennen zu lernen, Kontakte zu einheimischen zu knüpfen, Land und Kultur aus erster Hand erfahren....
:violin: :dancing: (<-Fiddler und Irische Stepptänzer :D)
Sicher habe ich bei meiner letzten Tour 2011 schon ein paar Eindrücke mitgenommen. Damals war noch zu viel Input von Schottland mit dabei, dass ich fast Urlaub vom Urlaub brauchte.

:sgontopic:

Ja, ist schon okay... ich schreib zu viel um den heißen Brei...

Dies Jahr wollte ich unbedingt wandern... Aber wo? Kerry Way? Dingle Way? Öh.... :huh: Gibt es da noch mehr?

Zack... Google einfach mal nach Wanderwegen in Irland suchen lassen...
Link
Die Seite lieferte mir eine gute Übersich über die meisten Wanderwege Irlands. Sicher gibt es noch ein paar mehr. Irland ist erst auf dem Weg sich dem Wanderkult anzupassen und neue Wanderwege an zu legen, wie beispielsweise einen Weg der von Dublin aus über die Südküste nach Kerry verlaufen soll (einige Teile seien schon fertig).

Aber nur wandern wollte ich auch nicht. Denn mir sollte sich - wie schon erwähnt die Kultur ein wenig erschließen. Dafür bedarf es aber diverser Plätze die man sich anschauen will. Aber damit will ich euch nicht langweilen :tape:

Insgesamt zwei Wochen soll es wieder auf die Schafsinsel gehen. Eine Woche Wandern und eine halt besagte Kultur. Dafür ein Mietwagenangebot bei Airlingus eingeholt mit denen ich wohl oder übel fliegen muss, da Ryanair anscheinend für Weeze seine Flüge nach Kerry gestrichen hat.

Jetzt heißt es planen, überlegen, beschließen...


Zusammenfassung

- Vorüberlegungen anstellen (Was will ich machen, wo will ich hin?)
- Wanderrouten anschauen
- erste Routen planen
- Flugpreise einholen (ryanair.de oder airlingus.de)
- Mitwagenangebote einholen (via airlingus oder hertz)

soweit erst einmal... to be continued :popcorn:
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Einleitung

Wieder einmal werde ich im Sommer meine Lieblingsinsel besuchen. Leider musste der Sommerurlaub auf der "grünen Insel" letztes Jahr ins Wasser fallen, da es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich war (alle die auch arbeiten mussten können mitfühlen :wondering:)

[IMG]http://forum.odoo.tv/members/amadeijn-albums-irland-2009-picture3069-blick-die-gruene-landschaft-irlands.jpg[/IMG]

Nun stellte sich mir die Frage: "Hannes was willst du da eigentlich?" Sicher nicht nur Urlaub machen und faul in der Sonne liegen... Moment mal... Irland und Sonne?! Ja, Sonne! Es gibt auch Sonne dort :D

Ich wollte wieder einmal wandern gehen und dabei mir Zeit nehmen die Landschaft noch besser kennen zu lernen, Kontakte zu einheimischen zu knüpfen, Land und Kultur aus erster Hand erfahren....
:violin: :dancing: (<-Fiddler und Irische Stepptänzer :D)
Sicher habe ich bei meiner letzten Tour 2011 schon ein paar Eindrücke mitgenommen. Damals war noch zu viel Input von Schottland mit dabei, dass ich fast Urlaub vom Urlaub brauchte.

:sgontopic:

Ja, ist schon okay... ich schreib zu viel um den heißen Brei...

Dies Jahr wollte ich unbedingt wandern... Aber wo? Kerry Way? Dingle Way? Öh.... :huh: Gibt es da noch mehr?

Zack... Google einfach mal nach Wanderwegen in Irland suchen lassen...
Link
Die Seite lieferte mir eine gute Übersich über die meisten Wanderwege Irlands. Sicher gibt es noch ein paar mehr. Irland ist erst auf dem Weg sich dem Wanderkult anzupassen und neue Wanderwege an zu legen, wie beispielsweise einen Weg der von Dublin aus über die Südküste nach Kerry verlaufen soll (einige Teile seien schon fertig).

Aber nur wandern wollte ich auch nicht. Denn mir sollte sich - wie schon erwähnt die Kultur ein wenig erschließen. Dafür bedarf es aber diverser Plätze die man sich anschauen will. Aber damit will ich euch nicht langweilen :tape:

Insgesamt zwei Wochen soll es wieder auf die Schafsinsel gehen. Eine Woche Wandern und eine halt besagte Kultur. Dafür ein Mietwagenangebot bei Airlingus eingeholt mit denen ich wohl oder übel fliegen muss, da Ryanair anscheinend für Weeze seine Flüge nach Kerry gestrichen hat.

Jetzt heißt es planen, überlegen, beschließen...


Zusammenfassung

- Vorüberlegungen anstellen (Was will ich machen, wo will ich hin?)
- Wanderrouten anschauen
- erste Routen planen
- Flugpreise einholen (ryanair.de oder airlingus.de)
- Mitwagenangebote einholen (via airlingus oder hertz)

soweit erst einmal... to be continued :popcorn:
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Huhu liebe Odoo's! Ich bins mal wieder ;-)

Ausgangslage

Mal wieder steht eine kleine Tour an. Dieses Mal allerdings mit meinen beiden Kumpels. Unsere Vorstellungen für eine Tour basieren in der Tourlänge: zwei Berufstätige die unter der Woche arbeiten müssen und einer der das Glück hat Urlaub zu haben. Also geht es wohl oder übel nur übers Wochenende. Soweit so gut...
Aber da macht sich noch eine Stimme breit: bloß kein schwieriges Gelände! Hm... kann ich verstehen... möchte auch net unbedingt dauernd die Berge rauf und runter wie beim Harzer Grenzweg...


Vorüberlegungen/ Finanzen??? Kein Geld! :huh:

Tjoa... fange ich mal dem weniger guten an: dem lieben verehrten (wenn mans hat) und verhassten (wenn man net hat) Geld. Also ich habe kaum Geld über... meinem einem Kumpel geht es ähnlich.

Was ist günstig, was kostet wenig?
- Hüttentour
- Kanutour (kommt drauf an wo)
- Wanderung (wild und aufm Platz)

Was sich daraus schließt sind lange Diskussionen und Recherchen. Schließlich landet man nach drei Meinungen bei drei verschiedenen "Routen":

- Harzer Hexenstieg, Wanderung (Schutzhüttenwanderung)
- Eggeweg, Wanderung mit wildem zelten oder was sich halt bietet :wondering:
- Kanutour Weser oder Emmer mit wildem zelten oder auf Privatgrund

Aus meiner Region kenne ich noch den "Nelkenweg" rund um die kleine Stadt Blomberg. Ist nicht gerade spektakulär mit knapp 42km Wegstrecke die man wohl mit leichtem Gepäck an einem Tag erwandern könnte. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht...


Zusammenfassung der Vorüberlegungen

Sicher ist die Kanutour was besonderes und - für mich selbst gesprochen - eine schöne Erfahrung. Nur macht der Finanzielle Faktor da einiges mit aus. Da ist aber noch nicht das letzte Wort gewechselt.
Sicher muss man sich sein dass man das Kanu bekommt und es auch vom Zielhafen abgeholt wird, bzw eine Stadtion vorhanden ist.

Die Hüttentour hat den Vorteil dass man sich Gepäckmäßog erleichtern kann. Allerdings muss man dort auch erst einmal hin kommen und dann dann noch wieder weg. In den Zeiten von Sparstrümpfen und Wirtschaftskrise schwer... Aber sicher wäre der Hexenstieg wieder einmal ein berauschendes Naturerlebnis.

Der Eggeweg macht für mich persönlich den größten Reiz aus da er nah gelegen ist und durch meine heimatlichen Wälder und Berge führt. Zurückkommen wird wohl auch kein Problem sein.

Ich bin gespannt was sich noch an Ideen entwickelt und für was wir uns letztendlich entscheiden. Ein Bericht folgt auf jeden Fall!

Bis dahin!
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Letzter Teil


17. Tag: Montag, 20 Juli


Nach einem kleinen Frühstück laufe ich die Abenteuerliche Straße entlang zur Hauptstraße um an ihr entlang nach Dingle zu gelangen.

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In Dingle angekommen informiere ich mich erst einmal über die Fahrzeiten für einen Bus nach Cahersiveen – mein angedachtes Ziel und eigentlich das letzte Abenteuer was ich mir angedacht habe. Denn: um Cahersiveen sollen einige interessante Ziele sein.


Nach einem kleinen Einkauf im Super Value und gut 1 ½ Stunden des Wartens, kommt dann endlich der Bus.


Gegen frühen Nachmittag bin ich dann kurz vor Cahersiveen und ich frage den Fahrer ob er wüsste wo der Campingplatz in Cahersiveen sei. Als wir gerade aus der Stadt rausfahren und eine ältere Dame aussteigen will, höre ich den Fahrer wie er durch den Fahrgastraum meinen angedachten Platz ausruft. Dankend steige ich aus.


Übrigens: Bus fahren in Schottland und Irland macht echt Spaß. Die Fahrer sind wirklich echt freundlich und hilfsbereit. Es ist üblich dass man den Fahrer beim Zusteigen begrüßt und beim Aussteigen sich bedankt und verabschiedet, was ich mittlerweile als Selbstverständlich empfinde.


Der Platz ist echt superschön gelegen. Ich suche mir eine der schönsten Stellen aus: direkt an der Bucht mit Blick auf eine Burgruine die am anderen Ufer liegt. Um mich herum stehen Palmengewächse was doch schon etwas seltsam ist. Erinnert mich an meinen Trip über die abenteuerliche Nebenstraße vom Morgen wo ich mich in einem kleinen Waldstück fast wie im Dschungel gefühlt habe.


Nachmittags erkundige ich mich nach den „places of interrest“ und lege mein Interesse auf keltische Monumente. Vom „warden“ bekomme ich eine Karte ausgeliehen auf der verschiedene „standing stones“, das Castle und die zwei Steinforts verzeichnet sind. Bei einem der Stehenden Steine bekomme ich den Tipp lieber nicht das Grundstück zu betreten, da der Besitzer es wohl nicht gerne sehe. Diesen Tipp befolge ich und mache mich gleich auf den Weg.


Dort angekommen stelle ich fest: ein lange Weg mal wieder bis in die Stadt und der Stein fasziniert mich nicht wirklich so wie er da steht. Dennoch lasse ich die Aussicht über Cahersiveen auf mich wirken und fixiere dann den Super Value zu dem ich mich noch begebe.

Der Tag endet bei einem leckeren Bannock mit Schinkenwürfel und Blick auf einen wunder- wunder – wunderbaren Sonnenuntergang.


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18. Tag: Dienstag, 21. Juli


Gegen 9 Uhr werde ich vom starken Regen wach. Noch etwas müde ziehe ich mich an und will erst einmal Richtung Waschraum. Doch vorher muss ich noch meine Regenjacke anziehen. Als ich diese jedoch hochhob vielen aus ihr 5 Ohrenkneifer. Etwas angewidert öffnete ich panikartig das Zelt und schüttelte diese erst einmal kräftig aus, woraufhin so 10 bis 15 weitere (vergnügt) durch die Luft flogen. Als ich mein Vorzelt auf weitere dieser Exemplare kontrollierte stellte ich fest dass die Ohrenkneifer quasi überall waren. Also musste ich irgendwas dagegen tun: ausschütteln, ausschütteln, ausschütteln und die Sachen im Zelt verstauen. Als das erledigt war konnte ich siegreich mein Frühstück genießen.


Den Tag nutzte ich um zu dem zweiten „standing stone“ zu gelangen, sowie der Ruine und den Stone Forts. Der Fußmarsch war lang, aber es war trocken und das war die Hauptsache. Nach einer guten ¾ Stunde hatte ich den stehenden Stein gefunden: er war auf einem alten wunderschönen (verfallenen) Anwesen. Die Atmosphäre war beeindruckend so wie der Blick von diesem „manor“ aus.


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Weiter führte mich mein Weg über Weideland da ich mich zu der Straße durchkämpfen wollte die zur Ruine führt. Sehen konnte ich sie, den Weg dahin jedoch nicht so schnell. So kämpfte ich mir über drei Stacheldrahtzäune und eine Mauer hin zur Straße.


An der Ruine angekommen: Besonders schön ist neben der Lage auch die alte Burg von innen. Steht man in der alten Burg mitten drin kann man sich ein gutes Bild machen wie sie einst ausgesehen haben muss.


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Weiter geht’s zum Steinfort das noch einmal eine gute halbe Stunde von der Ruine entfernt im Regen liegt. Das besondere ist neben dem Alter auch dass man dieses erst in diesem Jahrhundert entdeckt und komplett wiederhergestellt hat, so wie es einmal ausgehen hat.

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Gegen frühen Nachmittag dann kehre ich zurück in die City von Caherciveen und gönne mir erst einmal ein Eis. Ein Eis im irischen Sommer der – wie sollte es auch anders sein – sich mal wieder in einem kleinen Regenguss zeigt. Egal… das Eis schmeckt trotzdem!

Auf dem Campingplatz angekommen merke ich erst einmal dass mein Zelt volle Breitseite den vom Meer/ Bucht aus wehenden Wind abbekommt. Also muss das Zelt erst einmal umgestellt werden. Allerdings wird der Wind in der folgenden Nacht noch einmal drehen und mich nicht schlafen lassen, so dass ich ab 4 Uhr morgens nur noch Minütchens (wenn überhaupt) schlafe.





19. Tag: Mittwoch, 22. Juli



Heute muss ich um 7 Uhr beim Busstop sein. Der Wind hatte mich ja rechtzeitig wachwerden lassen und das Wetter ließ mich das Zelt im trockenen abbauen. Um 6.30 dackelte ich dann Richtung Busstop in Cahersiveen, wo ich erst einmal erfahren durfte, dass der Bus erst um 8 kommt, entgegen der Info die man mir in der Touri- Info am Vortag gegeben hatte. Also eine Stunde auf den Bus warten… ich gönnte mir eine heiße Schokolade – was ich besser hätte lassen sollen. Allgemein habe ich das Gefühl hier drüben schmeckt nichts so richtig was „Kaffee“ oder „heiße Schokolade“ heißt (außer Tee).


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Heute soll es über die Zwischenstationen Killarney und Cork nach Dublin gehen, wo ich meine letzte Nacht verbringen werde. Morgen früh geht mein Flieger zurück worüber ich mittlerweile froh bin. Einfach zu viel „Input“.

Die Busverbindungen klappen echt gut, doch die Fahrt zieht sich fast über den ganzen Tag hinweg. Trotz dass ich fast nur gesessen habe, bin ich abends froh ein Paddys Hostel zu finden und nach einem kleinen letzten Einkauf und einem Snack erschöpft ins Bett zu sinken.



Donnerstag, 24. Juli


Der Tag beginnt um 6.30 Uhr als ich leise mein Zimmer räume und auschecke. An der Rezeption frage ich nochmal nach der Uhrzeit für das Shuttle zum Bus und gönne mir dann das im Preis inbegriffene Frühstück.

Dann um 7.30 geht’s zum Flughafen und um 10.20 startet der Flieger nach Deutschland.



Fazit

Sicher war diese Reise für euch Leser nicht das was ihr vielleicht erwartet habt. Dennoch habe ich es mir nicht nehmen lassen, meine Reise mit euch zu teilen. Bilder und ungefähre Eindrücke animieren euch vielleicht zu mehr als ich auf meiner Reise gemacht habe. Und ich hoffe die Bilder animieren euch auch, denn Irland ist mit seiner Landschaft und den Menschen einmalig wunderbar.


Ich habe vieles gesehen und erlebt was auch über diesen Bericht hinaus geht. Viele persönliche Bereicherungen spielen da auch mit ein, wie dass ich diese Tour ganz alleine gemacht habe, ohne konkrete Pläne. (Ich weiß, Eigenlob stinkt :rolleyes: )


Aber wie jedes Land: man muss es halt mögen, gewisse Gewohnheiten annehmen oder hinnehmen.


(Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen trotz dass der Bezug zum Thema Outdoor etwas fernab verlief.)
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In Irland


12. Tag: 15. Juli (Forstsetzung)


Nach einem Tag des Sitzens in Bussen auf Bänken und dem Herumlaufen auf der Katamaranfähre nach Irland kam ich dann mit zwei Minuten Verspätung in Derry (Nordirland) an. Entgegen meiner Hoffnung gab es nirgends in Derry einen Campingplatz. Dies sagte mir ein netter junger Ire und auch der Stadt- und Umgebungsplan der „Walled City“ wollte mir keinen Campingplatz aufzeigen. So blieb mir also keine andere Wahl als in ein Hostel zu gehen und da Freitag war, war natürlich alles überwiegend von Italienern belegt.


Anmerkung: Irgendwie habe ich in Irland irre viele Italiener gesehen. Weniger Japaner, Franzosen oder Deutsche.


So bekam ich den Tipp einer Hostel- Besitzerin doch mal die B&B’s abzuklappern. Und dass das Ganze eine doch gute Entscheidung war, um auch mal wieder Irish Breakfast genießen zu können, zeigen hoffentlich die Bilder etwas.

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Das Haus wurde um 1850 erbaut und ist einfach traumhaft schön eingerichtet. Wenn ihr mal dort unterkommen wollt: PM an mich!

Jedenfalls war ich doch froh mal eine Nacht erstens ungestört und zweitens mit einem Fernseher zu genießen.




13. Tag: Donnerstag, 16. Juli



Nach einem wunderbaren irischen Frühstück geht es gestärkt zur Touri- Info durch die alte Stadt Derry.

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In der Touri- Info angekommen lasse ich mir Zeit meine Pläne zu schmieden. Aus meinem kleinen Notizbuch entnehme ich dass es in der Nähe einen Steinkreis geben soll (hatte mir in D vorher ein paar Orte keltischer Geschichte rausgesucht die ich besuchen könnte). Also ab zum Tresen und die beiden netten Damen gefragt. Aber die wussten nicht wo diese „standing stones“ sein sollten. Vielleicht lag es an meiner Aussprache aber selbst nach dem zeigen meiner Notiz und dem Blättern in ihren Unterlagen konnten sie mir keine Auskunft geben. Schließlich erreichten sie etwas über die Touri- Info in irgendeiner anderen Stadt des County Donegal. Und schließlich gelangte ich dort auch mit drei Lifts hin.


Dummerweise verlor ich bei einem meiner drei „lifts“ meinen Brustgurt, was ich jedoch erst bei den „standing stones“ bemerkte. Jedenfalls ließ ich meine Laune dadurch nicht verderben denn der Ort war einfach „stunning“. Die ganze Atmosphäre passte einfach was man vielleicht auf den Bildern ansatzweise erahnen kann.


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Von dort aus gings wieder zu Fuß ins Dorf. In Raphoe frage ich eine Irin mittleren Alters an welche Straße ich mich denn stellen müsste wenn ich nach Kerry wollte. Etwas verdutzt aber freundlich erklärte sie mir den Weg, machte aber dann den Vorschlag mich zum Ortsausgang zu fahren was schließlich darin endete dass sie ihre Schwester mobilisierte mich drei Dörfer weiter zu bringen da sie eh ihren Mann abholen musste. Total happy gings dann so „step by step“ weiter. Jedoch endete der Tag irgendwann und ich hatte große Schwierigkeiten einen weiteren „lift“ zu finden, hielt langsam Ausschau nach Zeltmöglichkeiten.


Schließlich erbarmte sich ein ausgewanderter Pole namens Jerry, mich mitzunehmen und ich fragte ihn einfach, ob ich denn nicht bei ihm oder einem seiner Freunde die Nacht zelten könne. Schließlich wurde daraus einen gemütliche Nacht in seinem Gartenschuppen. :D



14. Tag: Freitag, 17. Juli


Morgens brachte mich Jerry noch zum Ortsausgang nach Rosscommon. Meine Blase meldete sich und ich wollte den Park nutzen an dem mich Jerry abgesetzt hatte. Also… Rucksack an den Baum gelehnt und ab ins Gebüsch. Als ich total erleichtert mich wieder gen Straße richtete sah ich einen Polizeiwagen mit Blaulicht an der Straße und ein junger Polizeibeamter kam auf mich zu. Freundlich grüßten wir uns und ich versuchte ihm deutlich zu machen, dass ich eine Toilette gesucht hatte und ich dringend musste. :wondering: Gleich hinterher fragte ich verängstlicht ob es verboten sei hier zu „urinieren“. Er sagte „no, no. It’s okay.“ Weiter fragte er wo ich die Nacht verbracht hatte und ich erklärte ihm alles. Zu guter letzt wollte er noch meinen Namen wissen und wo ich her komme. Schließlich verabschiedete er sich ohne weitere Nachforschungen.


Erleichtert und mit einem weiteren Abenteuer im Gepäck gings weiter Richtung Südwesten. Mein letzter Lift an diesem Tag war ein sehr netter Mann (nicht original Irisch). Wir unterhielten uns gut auf der langen Strecke die er mich mitnahm. Er setzte mich an meinem Ziel County Kerry in Killarney am Campingplatz ab, nachdem er mir angeboten hatte auf seinem Grundstück zu zelten oder in seinem Haus zu übernachten. Jedenfalls war ich froh in Kerry angekommen zu sein.


Nach dem aufschlagen meines Zeltes hole ich mir ein paar Infos vom „warden“ und unterhalte mich mit ihm im Smalltalk über meine Herkunft und was ich so mache. Danach geht’s erst einmal zum Aldi und in die City. Ist zwar ein langer Fußmarsch, aber nu ja… wenn ich schon nicht richtig wandere, dann kann ich wenigstens mal ne halbe Stunde Richtung Stadt laufen. :tape:


Abends gibt es dann „irish beef steak“ mit Chilisauce und Kartoffelsalat. Abends geht’s dann noch an die Planung der nächsten Tage.


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15. Tag: Samstag, 18. Juli


Nach dem Kauf eines Bus- Passes für drei Tage, mache ich mich nochmal auf um mich nach historischen (keltischen) Sehenswürdigkeiten zu erkundigen. Die einzelnen Stätten die ich mir ansehen könnte liegen sehr weit auseinander und ich wollte ungern noch mehr Geld ausgeben für ein Bussticket. Meine Finanzen neigen sich dem Ende, bzw. ich muss damit haushalten und mich beschränken. So sinkt mit dem Guthaben auf meinem Konto auch die Laune. „Hitchhiking“ wollte ich nicht schon wieder betreiben auf die Gefahr hin keinen Lift zu finden.


Erst jetzt nach ein wenig in mich kehren und resignieren merke ich dass beide Länder doch etwas viel sind. Jetzt fehlt mir meine Herzensfrau die mich motiviert. Aber irgendwie muss und will ich da wieder alleine rauskommen. Also… Aufbruch zum Ross Castle.

Der Fußweg vom Campingplatz aus zieht sich echt ewig und ich habe das Gefühl mich verlaufen zu haben. In Gedanken denke ich mir „how far is it denn noch…“ und sehe endlich nach gefühlten zwei Stunden Fußmarsch den Parkplatz des Castles. Trotz dunkler Wolken am Horizont bleibt mir ein größerer Regenguss erspart. Nur vereinzelte Tropfen fallen auf meine Stirn während ich die Atmosphäre des halb- verfallene Castle an einem wunderschönen See auf mich wirken lasse.


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Abends, als ich gerade den Platz wieder betrete, fängt es an zu schütten. Schnell bringe ich mich in dem kleinen Shop des Campingplatzes unter und besorge mir ein bissel was süßes für den Abend. Während meines Aufenthalts in dem kleinen Shop kommen zwei Deutsche an die sichtlich froh sind im „trockenen“ zu sein. Diese beiden lade ich später dann zu einem Plausch und einen wärmenden Tee in mein luxuriöses Vorzelt ein, von dem die Damen sichtlich begeistert sind. Der Abend endet in einem netten Plausch.



16. Tag: Sonntag 19. Juli


Nach einer ziemlich kurzen Nacht, einem Frühstück zu normaler Stunde, schlafe ich schließlich vollkommen erschöpft wieder ein. Eigentlich hatte ich vor aufzubrechen und Richtung Dingle zu „fahren“. Jedoch stellte sich mein Körper gegen mich so dass ich erst wieder gegen Mittag die Kraft fand meinen Rucksack zu packen. Gerade als ich das Zelt trocken abbauen konnte…. Regen! War ja nicht das erste mal.


Jedenfalls werde ich von den Damen zu Tee und Keksen eingeladen. Das half gut die Zeit zu überbrücken in der das Zelt trocknen musste.

Nach dem Abbau des Zeltes ging es nochmal in den Shop um mich abzumelden bzw. zu verabschieden. Der weibliche „warden“ gab mir noch den Tipp nen Schild mitzunehmen auf dem mein Ziel geschrieben steht. Also gings mit dem Schild bewaffnet Richtung Ortsausgang und nach 10 Minuten ging es mit nur zwei „lifts“ bis kurz hinter Dingle wo ich an einem kleineren Strand mit etwas Skepsis mein Zelt aufschlug. Der letzte Fahrer – ein aus Glasgow stammender Mann – sagte es gäbe da öfters Leute die dort zelten würden und das wäre kein Problem.

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Allerdings machte sich in mir eine gewisse Unsicherheit breit. Zwar stand nicht unweit des kleinen sandigen Parkplatzes ein Zelt, dennoch war ich skeptisch. Ich schlug erst einmal das Außenzelt auf und machte mir einen Nudelsnack.


In meinem Kopf war immer noch das Erlebnis mit dem Polizisten, das mich während des Verspeisens meiner Noodles zum dem Entschluss trieb nach einer Stunde einen weiteren Lift zu suchen, der mich in Richtung eines „standing stones“ bringen sollte der auf einer Bergkuppe stand. Die junge Engländerin erzählte mir das besagter Stein kein Stein sein soll sondern eine Art Monument. Von ihr erfuhr ich auch dass die beste Reisezeit eigentlich der Mai und Juni wäre. Dankbar über die Mitfahrgelegenheit und den wertvollen Tipp für 2010 wurde ich über eine Abenteuerliche Straße direkt bis vor den Fuß des Berges gefahren. An der Straße stand ein kleines Farmhaus an dem ich klopfte. Eine nette Irin trat heraus und ich fragte freundlich ob das ihr Farmland sei und ob ich mein Zelt für eine Nacht aufschlagen könne. Sehr bereitwillig zeigte sie mir direkt neben ihrem Haus eine kleine Weidefläche mit Blick auf Dingle. Auf meine Frage hin ob es möglich sei noch den Berg aufzusteigen, sagte die Frau es koste normalerweise zwei Euro und wollte schon so gastfreundlich sein und mir freien Eintritt gewähren. Jedoch zeigte ich Dankbarkeit und drückte ihr die zwei Euro dennoch in die Hand.

Nach dem ich mein Zelt aufgebaut hatte, gings den Berg hinauf über mehrere eingezäunte Flächen. Irgendwie hatte ich oben das Gefühl dass alle Schafe Irlands gerade hier ihr Geschäft verrichten würden. Der Weg war, im wahrsten Sinne des Wortes, beschissen. Doch der Ausblick war wieder einmal herrlich. Aus Richtung Westen sah ich die Sonne wie sie durch ein paar Regenwolken blinzelte.


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Ein gelungener Abschluss des Tages der mich gut einschlafen ließ.

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7. Tag: Freitag, 10. Juli

An diesem Tag hatte ich vor auf die Isle of Skye zu hitchhiken - oder auch trampen wie es im deutschen heißt. Somit entschied ich mich gegen meinen Plan den GGW weiter zu wandern. Das Gewicht des Rucksacks während des Wanderns machte mir doch zu schaffen. Darum folgt dieser Reisebericht auch hier in meinem Blog und nicht im Forum unter „Reiseberichte“.


Während ich so eine gute ¾ Stunde auf einen „lift“ wartete, ist halb Invermoriston an mir vorbeigelaufen. Eine Frau die zweimal an mir vorbeiging machte mir Mut und sagte ungefähr: „nicht aufgeben. Irgendeiner wird schon anhalten. Und nach besagter ¾ Stunde hielt ein sehr netter Sheriff der selber schon Verspätung hatte an und nahm mich mit (das ist mir nicht nur einmal passiert. Man ist halt gelassener hier woran sich viele Deutsche eine Scheibe von abschneiden sollten). Bis Kyle of Lochalsh hatte ich gute Unterhaltung und erlebte sogar noch ein wenig Geschichtsunterricht.


Kyle of Lochalsh ist die letzte Ortschaft vor der Bridge of Skye die Isle of Skye mit dem Festland verbindet. Von dort aus hatte ich den Entschluss gefasst zu Fuß über die 400 Meter lange Brücke. So kann ich sagen „ich bin zu Fuß nach Skye“ gewandert. Und schon wieder geschummelt ;)


Nach weiteren „lifts“ kam ich dann am frühen Nachmittag in Portree an. An der Touri-Info sagte man mir wo die nächsten Campingplätze liegen. Da mir Portree auch vom letzten Jahr bekannt war und ich das Fischerstädtchen sehr schön finde, entschied ich mich für einen Platz in der Nähe. Jedoch war dies mit 45 Minuten Fußmarsch verbunden (ja es gibt auch Busse da hoch). Torvaig Caravan Park war in den Highlands gelegen mit einer wunderschönen Aussicht. Zwar sind die sanitären Anlagen nicht die besten aber sind für den Preis von 5 Pfund akzeptabel.


Eine Stunde später gings dann nochmal runter nach Portree zum einkaufen mit meinem kleinen Nottbert. Als ich zurückkam war der Campingplatz sichtlich voller: wo vorher nur 8 Zelte auf dem gesamten Platz standen waren nun 20. Dazu hatte sich das Wetter verändert. Es wehte ein gemeiner Wind vom Berg herab genau über den ziemlich offenen Campingplatz. Eine deutsche Famile mit ihrer Tochter hatte sichtlich Probleme bei dem Aufbau ihres monströsen Geodäten-ähnlichen Familienzeltes. Eine helfende Hand war da willkommen.


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Dies war übrigens die kälteste Nacht während meiner gesamten Tour in der ich schon ein wenig fror.


8. Tag: Samstag, 11. Juli

Nach einem Frühstück breche ich das Zelt ab (nein nicht so gemein wie ich es schreibe :) ) und mache mich auf runter nach Portree von wo aus ich nach Orbost versuche zu kommen. Da bin ich auch relativ schnell. Jedoch ist Orbost nicht mehr als vier oder fünf Häuser. Jedenfalls mache ich mich bei sehr sehr schönem Wetter auf den Weg an der Bucht entlang zu laufen. Jedoch merke ich ziemlich schnell wie schwer der Rucksack wird und wieviel Wasser doch draufgeht. Nach drei Stunden Wandern und top- of- the- mountain mit einem wunderschönen Blick der alles entlohnt und mich auch mit Stolz erfüllt, beschließe ich die Tour abzubrechen. Die Sonne brennt ohne Erbarmen.


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Mein letzter „lift“ sind sogar zwei junge Damen die auf den Campingplatz in Torvaig campieren und ich entschließe mich mit eben diesen beiden mitzufahren. Dort genieße ich eine wohltuende kalte Dusche und lasse den Tag bei einem Nudelsnack mit Scheiblettenkäse ausklingen.



9. Tag: Sonntag, 12. Juli


Das Wetter soll nicht toll werden, sagt man mir in der Touri- Info und ich beginne herum zu überlegen was ich anstellen soll. Gegen Mittag trifft das Wetter eine Entscheidung für mich: es beginnt zu regnen und ich entschließe bei einem Chickenburger und Chips den restlichen Tag um Portree zu verleben. Dort erwandere ich mir einen wunderschönen Wanderweg an den „Klippen“ von Portree. Neben der Aussicht auf das Fischerstädtchen hat man auch einen wunderbaren Blick auf die Mountain- Isles. Das Wetter ist zwar nicht das Beste aber die Ausblicke auf das Umgebende Land sind einmalig.


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Anmerkung: Dem einen oder anderen mögen meine „Unternehmungen“ zu gering sein. Mir war es jedoch wichtig meinen Urlaub etwas mit Nachdenken über allerlei Dinge verleben zu dürfen. Die vielen Eindrücke die man über den Tag sammelt muss man auch verarbeiten können. Und außerdem: „Manchmal ist weniger mehr!“



10. Tag: Montag, 13. Juli


Heute gings von der Insel zurück aufs Festland. Wieder einmal hatte ich ein paar sehr interessante Fahrer die mir allerlei Dinge erzählten. In Kyle of Lochalsh stieß ich auf zwei junge deutsche Damen die vorhatten nach „Oban“ zu kommen. Jedenfalls sagte das ihr Schild. Erst machten wir Späße auf Englisch wer wohl eher von uns einen „lift“ bekommen würde. Nach kurzen Warten zogen die beiden Damen den Kürzeren. Ganz gentleman-like fragte ich ob denn noch Platz sei für die beiden und so ergab es sich dass wir nach Eilean Donan Castle gefahren wurden.


Von da aus ging es mit einer Familie mit zwei Autos weiter bis zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Invergarry. Dort trennte ich mich von den beiden Damen da ich versuchen wollte hier einen Platz zu finden.


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Die Aussicht war echt fantastisch – so wie das Wetter. Allerdings war es schwer hier einen Platz zu finden, da der Untergrund sehr uneben war und meine Motivation etwas im Keller jetzt noch lange zu suchen. Also stellte ich mich an den Viewpoint und streckte meinen Daumen in die entsprechende Richtung. Nach einer Stunde des Wartens sprach mich ein Schotte an der in die andere Richtung wollte. Wir kamen in den typischen Smalltalk und er fragte mich wie lange ich schon hier stehen würde. Kurz bevor er in Richtung Skye losfuhr kam er erneut auf mich zu und drückte mir eine Flasche Powerade und einen Marsriegel in die Hand und fuhr fort. Das ist die Freundlichkeit der Menschen hier!


Kurz darauf stellte ich mich weiter bergab in die Richtung in die ich wollte und versuchte mein Glück erneut. Und endlich – nach einer Stunde und 15 Minuten erbarmte sich jemand und nahm mich bis Fort William mit wo ich im Youth Hostel auf die beiden Damen traf die ich zuvor in Kyle of Lochalsh kennen gelernt hatte.


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Mit mir in meinem Zimmer war ein Schweizer untergebracht mit dem ich dann abends Fort William besichtigte und in der „Tavern“ das erste Mal Haggis probierte. Es ist…. man kann es essen. Mir wurde es nicht wie es eigentlich Tradition ist im Schafsmagen serviert sondern so. Von der Konsistenz her wie Wurstebrei und schmeckt im Prinzip auch so, bloß dass es halt den Beigeschmack von Schaf hat. Sollte man auf jeden Fall einmal probiert haben. Man kann auch es als Probierportion bestellen.


11. Tag: Dienstag, 14. Juli

Dieser Tag ist eigentlich wenig spektakulär verlaufen. Ich habe den Tag genutzt um im Morrisons einkaufen zu gehen und für meinen Rückflug einzuchecken. Das geht zum Beispiel in öffentlichen Büchereien wo man das Inet meist kostenlos nutzen kann und auch Sachen ausdrucken kann. Zwar ist die Zeit auf 15 Minuten begrenzt aber das reicht ja.

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Den Rest des Tages habe ich mich mit einigen Leuten unterhalten die den West Highland Way gewandert sind und echt begeistert waren. Am nächsten morgen sollte es um 7 Uhr vom Busstation aus über Umwege zum Fährhafen nach Stranraer gehen. Darum war ich schon früh schlafen XD


12. Tag: Mittwoch, 15. Juli:

Mein Weg von Fort William nach Stranraer führte mich am wunderschönen Loch Lomond vorbei den ich leider aus Zeitgründen ausgelassen habe. Was ich vom Bus aus gesehen habe ist jedenfalls eine Reise wert! Vielleicht 2010…


Mit den Verbindungen lief soweit alles gut (Ich hatte von Citylink ein Angebot gefunden mit dem man für 33 Pfund von Fort William nach Derry in Nordirland kommt.). Was man von Glasgow durch die Busscheibe sieht: einige Ecken schön, aber in der Summe betrachtet würde ich mir Glasgow nicht anschauen wollen. Die Leute die Glasgow kennen werden das vielleicht anders beurteilen.


Jedenfalls sollte es von Glasgow aus weiter nach Stranraer gehen. Jedoch war der Bus überbucht so dass ein Ersatz kommen musste, was sehr schnell geschah. Jedoch bangten die restlichen 15 Fahrgäste mit mir um ihren Fähranschluss. Jedenfalls klappte es so dass wir gut von der Busstation mit seinen über 80 „Stances“ wegkamen und auch pünktlich in Stranraer ankamen.


Der Rest ist eine andere Geschichte…

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Jetzt geht es los!



Start: 3. Juli 2009 von Detmold


Startflughafen: Düsseldorf-Weeze

Zielflughafen: Ediburgh Airport


Laut Wetterbericht waren abends Gewitter zu erwarten, jedoch beeindruckte mich das nicht großartig. Ich absolvierte mit großer Vorfreude meinen letzten Arbeitstag. Man ließ den Gnadenhammer sogar wallten so dass ich eine Stunde früher nach Hause konnte. Dies sollte mir eine Stunde mehr zum Einchecken ermöglichen.


Soweit lief alles gut bis ich dann im Ruhrgebiet die fetten dunklen Gewitterwolken und etliche Blitze dann doch als Bedrohung wahrnehme. In Düsseldorf Hbf erfahre ich dann dass mein Anschlusszug nach Weeze ausfallen soll. "Juchu" denke ich bei mir. "Jetzt fällt mein so dringend benötigter Urlaub aus" und ich sehe mich schon die Raufaser zu Hause entrauen. Voller Panik erkundige ich mich bei einer Bahnmitarbeiterin die aber anscheinend noch weniger Ahnung von den Fahrplänen zu haben scheint als ich. Wenigstens kann sie mir sagen wo eben diese hängen.


Jedoch klappt alles ganz gut und ich sitze mit einer Stunde Verspätung im Zug der dann noch langsamer fährt als die ersten Eisenbahnen. Stromausfall auf der gesamten Strecke… na toll. Sichtlich nervös komme ich dann um kurz nach acht in Weeze an…. Kein Shuttle- Bus da! Sch… Mit einem jungen Mann aus Irgendwoher nehme ich mir ein Taxi zum Flughafen. Ab da an läuft es zum Glück alles gut.


„Einchecken“ und Abfertigung laufen reibungslos. Sogar der Flieger hebt pünktlich um 22.50 ab und landet planmäßig um 23.30 Ortszeit in Edi. Von dort aus beschließe ich dann mit nem Cab zum Caravan- Park zu fahren, bzw. mich bringen zu lassen. Der Spaß dahin kostet mich 20 Pfund(!!!). Wenigstens bin ich da und kann mein Zelt im trockenen aufstellen.


1. Tag Samstag, 4. Juli

Der nächste Morgen ist wunderschön. Als erstes höre ich allerdings die Flugzeuge durch die Nähe zum Flughafen. Ansonsten ist der Campingplatz super. Auch Joan die Besitzerin ist sehr freundlich und aufgeschlossen, schenkt mir sogar zu meiner erstandenen Marmelade eine Tüte Baggles. Mit den Baggles, Kleingeld für den Bus und ein paar sonstigen Infos trotte ich zum Zelt und frühstücke erstmal. Very british ist es nicht gerade aber nun ja.


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Nach dem Frühstück geht’s zum Busstop der eigentlich keiner ist, denn man spart hier an den Haltestellen (listen in ironic). Der Bus hält auf Handzeichen (achtung, früh genug die Hand rausstrecken!) und kostet mich (da man kein Wechselgeld gibt) 2,50 Pfund bzw. 2,50 Pfund – was völlig okay ist.


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In Edi geht’s erstmal zum Edi Castle wo ich 13 Pfund bezahlen soll und die Schlange bis weit vor die Tore des Castles reicht. „Nein… vielleicht ein anderes mal.“ Sage ich mir und begebe mich zum sehr interessanten „National Museum of Scotland“. Danach geht’s zu Sainsbury (sowas wie unser Plus) wo ich mich mit ein paar Kleinigkeiten eindecke. Im Anschluss verfolge ich das Ziel „Herr der Fliegen“ zu werden in dem ich mir Zeug gegen Midges kaufe und eine Gaskartusche für meinen Kocher. Die Preise sind übrigens okay... nicht mehr als in D.


Zurück auf dem Campingplatz merke ich erst einmal wie nachteilig eine Stechkartusche sein kann: falsch draufgeschraubt entleert sich das Ding innerhalb von einer Minute. Meine Reaktion auf das entweichen des Gases: schnell an irgendeine freie Stelle in der Nähe meines Zeltes geworfen. Zum Glück hat Joan Ersatz.


2. Tag: Sonntag, 5. Juli

Am nächsten Tag mache ich erstmals Bekanntschaft mit dem guten schottischen Regen. Guten Gewissens hatte ich meine Regenhose zu Hause gelassen da ich sie letztes Jahr bei der Tour mit meiner Traumfrau nicht brauchte. Ein Fehler wie sich herausstellte. Wenigstens weiß ich jetzt was Regenhose auf englisch heißt. Nach einer Aufwärmphase bei BurgerKing und dem Kauf einer Ersatzkartusche „klettere“ ich bei schönstem, leicht bewölktem Wetter auf den Arthurs Seat. Ober habe ich einen fantastischen Ausblick. Ich kann in alle vier Himmelsrichtungen sehen. Sogar die ersten Highlands nördlich des Firth of Forth sind erkennbar. Gegen Mittag war ich dann wieder zurück und lies die Erlebnisse auf mich wirken.

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3. Tag: Montag, 6. Juli

Heute sollte mich mein Bus für 1,50 Pfund nach Inverness bringen. Morgens war ich schon sehr früh wach. Ich wischte leise mein Zelt einmal trocken. Anscheinend mochte mich der schottische Wettergott ein wenig ärgern und schickte erneut Regen… egal… irgendwann hörte es wieder auf und ich konnte mein Zelt trocken abbauen bevor es dann nach dem Abbau wieder anfing zu regnen. Joans Sohn erbarmte sich und fuhr mich bis zum Busstop, so dass ich nicht den ganzen Weg dorthin durch den Regen laufen musste.


In Edi suche ich erst einmal die St. Andrews Busstation von der aus ich mit zehn minütiger Verspätung abfuhr. Auf der Strecke nach Inverness wurden wir umgleitet wegen unwetterartiger Regenfälle. Mit einstündiger Verspätung erreiche ich bei bewölktem Himmel Inverness und decke mich bei der TouristInfo mit den Wetterdaten für die nächsten Tage ein. Bekomme sogar auf Nachfrage eine kostenlose (nicht sehr ausführliche) Map des Great Glen Way. Von da aus gehe ich erst einmal zu Fuß Richtung Stadtausgang und lasse meinen Daumen die Richtung weisen in die ich möchte. Ein Mann mittleren Alters nimmt mich in seinem sehr abenteuerlichen RangeRover mit bis Drumnadrochit wo ich dann auf den Great Glen Way einsteige. An der Straße steht für die Autofahrer ein Warnhinweis auf einer Leuchttafel: „Heavy rain and flooding forecast – drive with care“. „Na toll“ denke ich bei mich und lege gleich meine Regenschutz um den Rucksack. Danach beginnt einen ellenlanger Aufstieg der serpentinenartig verläuft und ich das Gefühl habe er hört nie auf. Letztendlich tut er es aber doch und ich folge dem GGW den blauen Pfählen folgend oberhalb vom Loch Ness inmitten der Highlands. Rechts sehe ich die in Dunst getauchten Highlands. Links von mir Forst und so jeden Kilometer ein Haus. Nach zwei Stunden Dauerregen halte ich eine Schottin mit ihrem Auto an und frage nach einer Zeltmöglichkeit. Sie versicherte mir in zweieinhalb Meilen käme ein „Rastplatz“. Eine halbe Stunde später tauchte sie hinter mir wieder auf und nahm mich bis zu besagter Stelle mit (mir lief schon der Schweiß oder Regen (?) im Rücken runter). Es war schon 22 Uhr aber immer noch hell und ich war froh mein Zelt aufschlagen und mich an einer Tasse Tee und Suppe wärmen zu dürfen.


Ich muss gestehen dass mein Rucksack doch zu gewichtig ist. 23 Kilo sind – so werdet ihr es mir bestätigen – sicher zu viel. Nächstes mal weiß ich das.



4. Tag: 7. Juli:


Morgens, nach zwei Scheiben trocken Brot, mache ich mich auf mein Zelt nass zu verstauen da gutes Wetter nicht in Sicht ist. Nach meiner Nacht an der Stelle genieße ich schon nach kurzer Zeit den ersten Blick auf Loch Ness, bevor es wieder zwischen den Bäumen verschwindet. Im Laufe des Tages werde ich es aber wieder zu Gesicht bekommen und fixiere mich auf mein Ziel Invermoriston dass ich erreichen will.

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Das Wetter bessert sich, so wie meine Laune. Ich begegne einigen Wanderern die alle natürlich von Fort Augustus aus in Richtung Inverness laufen und - nicht so wie ich - andersrum. Irgendwie habe ich da nen Fabel für: schon den Harzer Grenzweg bin ich andersrum gelaufen. Aber so hat man wenigstens den Weg für sich.


Gegen Mittag lege ich meine dritte Rast ein wo mich schon die ersten Midges befallen. Prompt hole ich mein Midge-Repellent raus und besprühe damit die Hautpartien die es nötig haben. Das Zeug stinkt… und es wirkt! Die Viecher verrecken schon nach kurzer Zeit nachdem sie mich gebissen hatten!!! Also mal wieder nichts gebracht!


Nachmittags bin ich dann an meinem geplanten Ziel Invermoriston und decke mich mit Wasservorräten ein. Sehr teuer sind hier die kleinen Shops inmitten der Karpaten: 1 Pfund für 1,5l Wasser. Später stelle ich fest dass das Wasser am Gemeindehaus dies Jahr nicht nach Chlor schmeckt und ich mir das Geld hätte somit sparen können.


Weiter geht’s jedenfalls und ich entschließe mich an einer Stelle kurz hinter Invermoriston zu zelten. Keine 10 Meter vom Ufer. Letztes Jahr durfte ich bereits in den Genuss dieser Stelle kommen. Allerdings ist es echt schwer hier ein Zelt vernünftig aufzustellen da der Boden sehr steinig ist und das Zelt überwiegend mit Steinen an den Enden abgespannt wird.

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Zwei Tage genieße ich diese Stelle und bin froh hier fast völlig ungestört zu sein. Sogar die einheimischen Fischer sind rechtfreundlich wenn man ihnen auch freundlich zuwinkt wo sie erst skeptisch wirkten. Wenn man Ruhe und Frieden mit sich selber oder einem nahe stehenden Menschen sucht ist diese Stelle perfekt (ja, das klingt jetzt vielleicht etwas abgehoben, aber wenn ihr wisst was ich meine versteht ihr das).

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Besonders interessant am Loch Ness – das sei hier noch einmal betont – ist das Wechselspiel des Wetters und die Mystik wenn Wellen am Ufer stranden obwohl kein Wind weht.


Wie es weiter geht, berichte ich euch in Teil IV
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Wieder zurück!!!

Hallo liebe Odoo's!

Nach einer langen Zeit melde ich mich mal wieder zurück bei euch. Lange hat es gedauert, aber ihr kennt des sicherlich und bin mir gewiss das ihr Verständnis aufbringt über die Probleme die einen über den Kopf wachsen können.

Ich habe einiges nachzuholen und mache mich gleich in den nächsten Tagen an die Arbeit meinen Schottland - Irland - Reisebericht für euch anzufertigen und extra für euch die besten meiner gut 625 Bilder herauszusuchen.

Gleich danach werde ich einen Usertest aus der Billig-Sparte präsentieren. Konkret geht es um den Vector 32 Daypack von 10T Outdoor- Equipment. Er wird einerseits im schön-warmen unter die Lupe genommen, andererseits werde ich ihn einem ersten Praxistest unterziehen (bei dem Wetter sicher nicht ganz soooo toll.

Ich hoffe ihr nehmt diesen Usertest als eine Art "Entschuldigung" für meine lange Abwesenheit auf :D.

So... dann liest man sich!
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Letzte Vorbereitungen - und der vorletzte Arbeitstag

Noch ein Tag, dann ist es soweit :D... Nachdem ich heute in der Mittagspause meine eckeligen Clogs im Toom Baumarkt erstanden habe, konnte ich fast alles auf meiner Checkliste in Gedanken abhaken. Allerdings beschäftigte mich während des Burgenbauens im Sandkasten (ja das ist mein Job!) wie ich innerhalb von 40 Minuten gestriegelt und gebügelt für die Arbeit fertig sein soll. 14 Uhr Arbeitsende. Bleiben 25 Minuten Restzeit. Hauptsache der Tag wird nicht so wie heute, wo ein Kind meinte mir den Sandeimer übern Kopf auskippen zu müssen :wondering:
Aber es ist ja noch Donnerstag... noch... zu Hause schmiss ich mich unter die Dusche und begann dann als erstes Nottbert zu bepacken: Schlafsack, Großteil der Anziehsachen, Flug- und Zugticket, Fotoapperat. Falls das Flugzeug notwassern müsste hätte Nottbert meine Badehose :tape: .
Den "Rest" verstaute ich kreuz und quer im Rucksack. Irgendwie sch... weil... is einfach so... ;-) Habe ihn halt so gepackt wie es Arthur so schön in seinem Video zeigt. Jedoch ist das komplette Zelt im Rucksack verstaut und nicht so wie ich es später auf Tour mache, außen und an den Seiten. Egal... ist ja erstmal nur so provisorisch für von Detmold nach Airport Weeze und dann Edi Airport bis Caravan Park.

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Nachdem ich meine Perso kopiert und die Mail vom Caravan-Park ausgedruckt hatte zwecks Wegbeschreibung für den Taxi-driver mailte mir meine Mutter dass sie eine zweite Krankenversicherung abgeschlossen hat (Eltern! :rolleyes: Watt bin ich froh dass die ausgezogen sind... am schlimmsten sind se ja in der Pubertät- wenn ihr versteht was ich meine).

So... jetzt ist es spät am Abend und ich muss noch zur Sicherheit meine ungefähre Tour abtippen, damit man weiß wo ich liegen könnte, wenn was passiert :tape: . Zackzack weitergeleitet an die Family (nein nicht das Geschäft!). Morgen früh heißt es dann noch Handy einpacken und den Rasierer.


Geplante Besorgungen in Scotland

In Edi muss ich mich erst einmal mit Gas, Midge Repellent (Mückenschutz) versorgen und mit Wasser. Zudem heißt es dann noch ne englische Prepaid-Karte zu besorgen damit ich dort günstiger telen kann. Wird mich wohl so um die 13 Pfund kosten mit 10 Pfund Guthaben.


Letzte Gedanken vor der Reise

Tja... ich weiß jetzt nicht so recht was ich schreiben soll... Schatz nächstes Jahr wieder zusammen?
Mal im Ernst: Mach mir eigentlich bisher nur Gedanken darum wie ich das Wochenende in Edi verbringe - ob ich auf dem Campingplatz bleibe und jeden Tag für 5 Pfund nach Edi rein fahre. Wären dann 15 Pfund für die drei Tage. Eigentlich wollte ich sparsam sein. Werde einfach mal bei der Tourist-Information anfragen was mich nen Bus vom anderen Caravan-Park kostet.
Sonst so lasse ich die Tour auf mich zukommen. Freu mich schon auf Loch Ness - weniger auf die Midges :wondering:
Von meiner Irlandtour habe ich noch keinen wirklichen Plan. Das geschieht wohl eher so spontan... Würde halt gerne nach Country Kerry. Vielleicht trampe ich, vielleicht kaufe ich mir nen mehrtägiges Busticket... Mal schauen...

Zum Schluss grüße ich noch mein Ein und Alles, meine Eltern und alle Odoo-TV User und wünsche euch auch schönen Urlaub/Ferien/sonnige Zeiten.
 

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